Ihre Ideen sind gefragt!

Update November 2018

Liebe Besucherinnen und Besucher,

wir möchten uns noch einmal herzlich für die vielen Beiträge, Ideen und Anregungen zur Digitalisierung der Stadt Aachen, die bei uns eingegangen sind, bedanken. Wir als SPD-Fraktion haben uns dafür eingesetzt, dass möglichst viele Ihrer Vorschläge ihren Weg in die „Digitale Strategie der Stadt Aachen“ finden. Das aktuelle Strategiepapier erhalten Sie hier:

http://ratsinfo.aachen.de/bi/___tmp/tmp/45081036221290212/221290212/00304168/68-Anlagen/01/Digitale_StrategiederStadtAachen.pdf

Im Folgenden haben wir für Sie eine Übersicht erstellt, welche Anregungen und Forderungen im Einzelnen ihren Weg in das Strategiepapier gefunden haben:

Was wurde von Ihnen gefordert? Was steht drin?

Ein ganz zentrales Anliegen, dass uns mehrfach zugegangen ist, war der Ausbau des Aachener Serviceportals und damit verbunden die Möglichkeit, die Antragsstellung zentral zu erledigen und auf bereits gemachte Angaben zurückzugreifen. Auch digitale Wartemarken für den Bürgerservice waren in diesem Zusammenhang Thema.

Die digitale Strategie der Stadt Aachen sieht vor, dass möglichst alle Prozesse mittelfristig auch online angeboten werden. Weiterhin sollen Möglichkeiten erörtert werden, Prozesse zu vereinfachen und online anzubieten, bei denen eine Unterschrift oder die Anwesenheit des Antragsstellers gesetzlich erforderlich ist. Zusätzlich soll die Antragsstellung dahingehend erleichtert werden, dass Antragssteller auf Stammdaten zugreifen können. So soll verhindert werden, dass Bürger immer wieder dieselben Angaben machen müssen. Im November soll außerdem eine erste Testphase in ausgewählten Servicestellen wie zum Beispiel am Katschhof starten, in der sich Bürger online über die aktuellen Wartezeiten beim Bürgerservice informieren und vorab Wartemarken buchen können.

Wenn es um Stammdaten geht, landet man automatisch auch beim Thema Datenschutz. Eine weitere Forderung war, auf allen Seiten der Stadt Aachen auf höchstmögliche Sicherheit für die Nutzer zu setzen.

Der Schutz von Personendaten ist auch in der digitalen Strategie der Stadt Aachen ein zentraler Punkt. Diese sollen in Zusammenarbeit von Datenschutzbeauftragten und IT-Sicherheitsbeauftragten der Stadt Aachen konstant verbessert und mit den Standards anderer Städte verglichen werden. Nutzer des Serviceportals soll außerdem die Möglichkeit gegeben werden, die Querverwendung ihrer Daten zur Dienstleistungsoptimierung selber einzustellen. Eine regelmäßige Aufklärung über Fragen des Datenschutzes rundet die Umsetzung der Forderung ab.

Auch zum Thema Open Data sind mehrere Anregungen bei uns eingegangen. Neben dem Ausbau der auf dem Open Data Portal der Stadt Aachen verfügbaren Datensätze, haben Sie auch für die Einrichtung einer Open Data Schnittstelle für das Ratsinformationssystem plädiert.

Während die Schnittstelle für das Ratsinformationssystem inzwischen schon live gegangen ist (http://offenedaten.aachen.de/) sieht die digitale Strategie der Stadt Aachen vor, die verfügbaren Datensätze des Open Data Portals der Stadt Aachen bis 2020 zu verdoppeln. Darüber hinaus hat unser Ratsherr Michael Servos erst vor kurzem eine weiter Ratsanfrage gestellt, um die Anstrengungen im Bereich Open Data zu intensivieren. Zur dazugehörigen Pressemitteilung geht es hier:

https://www.spd-aachen.eu/4086/mit-open-data-mehr-menschen-in-aachen-erreichen/

Ein weiterer prominenter Vorschlag war die Möglichkeit, Tickets für den Besuch öffentlicher Einrichtungen und den ÖPNV einfach und digital, zum Beispiel direkt auf dem Smartphone, kaufen und nutzen zu können.

Auch diese Forderung findet sich im Strategiepapier wieder. Unter Berücksichtigung der höchsten Sicherheitsstandards soll zukünftig eine große Bandbreite an Zahlungsweisen in öffentlichen Einrichtungen und auch beim Bürgerservice möglich sein. Dies schließt zum Beispiel die Zahlung über „PayDirekt“, Kreditkarte oder „GiroGo“ und der „eRechnung“ mit ein. Ergänzend hierzu soll die Digitalisierung der ÖPNV-Tickets vorangetrieben und mit neuen Angeboten verstärkt werden.

Neben der Idee der digitalen Tickets im ÖPNV, haben einige von Ihnen auf die Vorteile eines digitalen Systems hingewiesen, welches die verschiedenen Mobilitätsangebote in der Stadt Aachen für die Mobilitätsnutzer zentral aufführt.

Die Bedeutung solcher Angebote für die Verkehrswende wird in der digitalen Strategie der Stadt Aachen durch die Bereitstellung des MobilityBrokers unterstrichen, der möglichst vielen Nutzern zugänglich gemacht werden soll und mehrere Mobilitätsangebote in sich vereint. Dies wird durch das Bekenntnis zu stets aktuellen Webservices und Apps, welche zum Beispiel dazu genutzt werden können, Fahrgemeinschaften zu bilden, weiter gestützt.

Besonders wichtig waren Ihnen die digitale Bildung und die Förderung von Onlinemedien, zum Beispiel der Stadtbücherei.

Der Trend zum digitalen Konsum von Medien, insbesondere in der Lehre, soll von Schulen, VHS, Stadtbibliothek und weiteren öffentlichen Einrichtungen aufgegriffen werden. Neben der Bereitstellung digitaler Medien, sollen die Angebote der verschiedenen Einrichtungen miteinander vernetzt werden. Unter dem Motto des „Lifelong Learning“, soll allen Altersgruppen die Möglichkeit der Teilnahme an digitalen Bildungsprogrammen gegeben werden. Dies fängt schon im Schulalter, zum Beispiel mit einem Programmierführerschein, an.

Der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes und die Förderung des Freifunk bzw. öffentlich zugänglichen, schnellen WLAN haben sich erwartungsgemäß auch hier in Ihren Vorschlägen wiedergefunden.

Erklärtes Ziel der Stadt Aachen ist daher, die Verfügbarkeit von WLAN im öffentlichen Raum weiter auszubauen und bis 2025 Glasfaseranschlüsse für Unternehmen, Schulen und Verwaltungsgebäude, sowie für einen großen Teil der Haushalte zu schaffen.

Viele von Ihnen haben auch die Notwendigkeit gesehen, Aachen noch stärker als digitale Stadt zu vermarkten, auch überregional.

Die zahlreichen lokalen Kompetenzen sollen mit der „Erlebniswelt Mobilität Aachen“, welche Themen wie automatisiertes Fahren und einer „Smart City“ aufgreift, gebündelt und eingesetzt werden, um Aachen als Modellstandort überregional bekannt zu machen. Ebenso hat die Stadt das Netz aus der von der STAWAG betriebenen Straßenbeleuchtung als mögliche Sensor- und Kommunikationsknotenpunkte erkannt und will den Zugang zu diesen fördern, um neue digitale Dienstleistungen voranzutreiben. Auch die Einrichtung einer Anlaufstelle für Unternehmen in Fragen der Digitalisierung, die Entwicklung einer „Digitalen Innovationsplattform“ zur Präsentation neuer Ideen und Qualifizierungsanstrengungen für Programmierer, StartUps und Unternehmen zielen auf die Etablierung Aachens als digitale Modellstadt ab.

Die Inhalte der digitalen Strategie der Stadt Aachen zeigen, dass wir auf den Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Bürgern angewiesen sind, um gemeinsam dafür zu sorgen, Aachen fit für den digitalen Wandel zu machen. Auch wenn wir es geschafft haben, eine Vielzahl Ihrer Vorschläge in die Strategie mit einzubringen, sind noch viele Punkte offen geblieben. Wir als SPD-Fraktion werden jedoch weiter daran arbeiten, dass möglichst viele Ihrer Vorschläge Stück für Stück in die Strategie mit aufgenommen werden. Deswegen ist es wichtig, dass Sie auch weiterhin viele interessante Ideen und Vorschläge einbringen, die wir gemeinsam diskutieren und für die wir uns einsetzen können.


 

Update Juli 2018

Liebe Besucherinnen und Besucher,

vielen Dank für die engagierte Beteiligung an der Diskussion rund um die Digitale Modellstadt Aachen. Viele Ideen und Anregungen wurden teilweise sehr ausführlich und durchdacht formuliert. Jeder einzelne Beitrag hat uns sehr gefreut.
Wir haben Ihre Anliegen im Rahmen der Diskussion um die Digitalstrategie der Stadtverwaltung eingebracht. Teilweise wurden sie bereits in die erste Version des Papiers aufgenommen, teilweise in den Ideenspeicher überführt.
Am 11.7. steht eben diese Digitalstrategie auf der Tagesordnung des Stadtrats. Damit endet die Diskussion aber keineswegs. Es wurde vereinbart, dass sich das Papier als „Loseblattsammlung“ versteht, also als ein lebendes Werk, in dem jederzeit Änderungen und Erweiterungen möglich sind.
Als SPD war es uns besonders wichtig, dass wir nun in eine breite öffentliche Debatte einsteigen. Wir werden in allen Ratsausschüssen das Thema „Digitalisierung“ beraten und die umwälzende Wirkung der „nicht-mehr-ganz-so-neuen“ Technologien diskutieren.
Ihre Ideen sind deshalb auch weiterhin gut angelegt und neue Vorschläge willkommen!

Es bleibt dabei: Nur wenn wir alle breit beraten, wo wir hinwollen, können wir die Chancen der Digitalisierung nutzen und niemanden auf dem Weg verlieren!
Vielen Dank!

 

Und die Finanzierung ist schon gesichert! – Wirklich? Worum geht es hier?

Mitte Januar dieses Jahres wurde unser Aachen als „Digitale Modellstadt“ ausgezeichnet. (Was ist das?) Als eine von fünf Kommunen profitieren wir deshalb von einem Investitionsprogramm in Höhe von 91 Millionen Euro in drei Jahren.

Für unsere Stadt sind das zwischen 16 und 20 Millionen Euro, die genutzt werden sollen, um die Verwaltung zu digitalisieren und innovative Projekte der Stadtentwicklung umzusetzen. (Was sagt die Presse dazu?)

Diese enorme Investition muss aus unserer Sicht möglichst intensiv diskutiert werden. Wir, die SPD im Aachener Stadtrat, haben deshalb diese Seite zur „Digitalen Modellstadt“ Aachen ins Leben gerufen. Ziel ist es, Sie an der Diskussion teilhaben zu lassen und Ihre Vorschläge zur Digitalisierung mit in das Verfahren aufzunehmen.

Digitalisierung bedeutet auch einen Paradigmenwechsel in Politik und Verwaltung einzuleiten. (Was sagt die SPD dazu?) Es geht um viel mehr als das Einscannen einer Akte oder das papierlose Büro. Es geht um eine Veränderung des täglichen Lebens aller Menschen in Aachen, es geht am Ende um nicht weniger als die Frage: Wie funktioniert die „Digitale Stadt“?

Diese Frage kann Politik nicht alleine beantworten, diese Frage müssen Sie alle mitdiskutieren.

Dabei können Sie gerne sehr konkrete Vorschläge machen oder auch grundlegende Konzepte beschreiben, die bedacht sein sollen.

Was erwarten Sie von einer Digitalen Stadt? Wie soll die „Digitale Stadt“ für die betroffenen Beschäftigten umgesetzt werden?  Welche Konsequenzen sind für uns alle damit verbunden ?

Von der Frage des Verkehrsmodells mit Livedaten, über ein digitales Stadtmodell zur besseren Planung neuer Bauvorhaben, über das digitale Rathaus, bis hin zu abstrakten Konzepten wie „Public money, public code“ oder „Open Data“ ist uns jeder Beitrag herzlich willkommen.

Am 7.6.2018 beginnt die politische Beratung in den Ausschüssen und wir versprechen, dass wir Ihre Beiträge alle in die zuständigen Fachabteilungen der Aachener Stadtverwaltung weitergeben.

Auf diese Weise können Sie einen kleinen Baustein zur sich stetig weiterentwickelnden „Digitalisierungsstrategie der Stadt Aachen“ beitragen.

Natürlich werden wir die Beteiligigunsgmöglichkeit auch nach dem 7.6. aufrecht erhalten. Die Digitalisierung ist kein Projekt, das nach Jahren abgeschlossen ist. Im Gegenteil, wenn wir Glück haben, wissen wir in zwei Jahren, wo die Reise ungefähr hingehen soll. Auch dann und gerade dann sind wir auf Ihre Ideen und Ihre Kritik angewiesen. Also: Bleiben Sie am Ball und helfen Sie mit, den Titel „Digitale Modellstadt“ zu rechtfertigen!

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Beiträge!

Vielen Dank!

 

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